Die Tuamotus stellen besondere Anforderungen. Wer es gewohnt ist,  alles organisiert vorzufinden, der sollte auf Urlaubsparadiese ausweichen, wie man sie in den großen Reisekatalogen findet. In den Tuamotus sind Sie sich selbst überlassen. Sie sind für Ihr Urlaubsglück allein verantwortlich. Denken Sie daran, dass die Inhalte vieler europäischer Südseeträume für die Einheimischen normaler Alltag sind. Und der kann echt hart sein. Wer es dann nicht schafft, den Tag interessant zu gestalten, riskiert einen Gang durch die Hölle.

Ideal sind die Tuamotus für Familien mit Kindern. Für kleine Kinder sind die Inseln wie ein riesiger Spielplatz. Mein Sohn war beim ersten Mal acht Jahre alt: Nach vier Wochen begann er, tahitianische Lieder zu singen und sich alleine oder mit Freunden im Dorf durchzuschlagen!

Ich empfehle, sich mit diesem Urlaubsziel intensiv auseinanderzusetzen. Leider können Sie dabei deutsche Reiseführer vergessen. Sehr gut finde ich den Band “Tahiti and French Polynesia” aus der Reihe Lonely Planet Travel Guide (in guten Buchhandlungen oder auf Flughäfen erhältlich). Der Wassersportler findet in Seekarten und Revierführern für Sportschiffer eine unendliche Fundgrube. Ideale Aktivitäten sind Wandern, Ausflüge, Bootstouren, Tauchen , Teilnahme am Dorfleben. Gute Literaturhinweise finden Sie hier.

Meine Lieblingsbeschäftigung ist neben dem Fotografieren das Segeln in der Lagune. Ich habe mir deshalb vor einigen Jahren ein Klepper-Faltboot mit Segeln gekauft, das ich ohne Probleme als Fluggepäck um die halbe Welt mitnehmen kann. Meine Erfahrung: Es gibt keinen schnelleren Weg zu sich selbst als ein Alleintörn auf die andere Seite eines Atolls (auf Tikehau ca. 23 km). Mitten in der Lagune sind die Motus nur noch winzig klein am fernen Horizont zu sehen!