Ein Ansteigen des Meeresspiegels bedeutet für viele niedrig gelegene Regionen eine große Gefahr. Durch Seebeben ausgelöste Flutwellen, im Pazifik Tsunamis genannt, haben immer wieder küstennahe Gebiete zerstört und zahlreiche Menschenleben gefordert.

Normaler Tidenhub, Strömungen und starke Winde können ebenfalls ein  Ansteigen des Meeresspiegels bewirken. 1996 hatte ich das “Vergnügen”, solch ein seltenesPhänomen auf Tikehau live mitzuerleben.

Am Morgen kündigte sich die Flut mit einem langsamen Ansteigen des Ozeans an. Zuvor geschützte Gebiete wurden überflutet. Die Strände verschwanden, Palmen standen mitten im Wasser und viele Motus tauchten für mehr als drei Tage unter. Tikehau und die Nachbaratolle waren für mehr als eine Woche auf sich allein gestellt, da die Landepiste überflutet war und wegen der starken Strömung im Pass auch kein Schiff einlaufen konnte.

Dank der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung war der Rückzug in sichere Teile Tuheraheras kein Problem. Wir rückten alle enger zusammen und lernten so einen ganz unerwarteten Aspekt des Paradieses kennen.